Was kann man gegen Probleme mit dem Handgelenk am Rad tun?

Ein sehr weit verbreitetes Problem, die erste Stunde oder halbe Stunde gemütlich eine Runde auf dem Fahrad unterwegs und dann fangen die Hände an einzuschlafen. Grundsätzlich gibt es keine allgemeine Lösung, den jeder Fahrer braucht individuelle Lösungen. Die folgenden Zeilen zeigen einige dieser Lösungen auf. Ihr Fachhändler wird Sie mit Sicherheit gerne über Ihre individuelle Lösung beraten.

Ergonomische Griffe

Anders als normale komplett runde Griffe sind diese so geformt, dass der Handballen abgestützt wird. Das verhindert ein Knicken des Handgelenks.

Griffe falsch eingestelltGriffe richitg eingestellt

Wie man relativ gut auf den Bildern erkennen kann, liegt es nicht nur daran ob man spezielle Griffe verwendet, sondern auch wie man sie montiert. Der Knick des Handgelenks sieht im Übrigen ohne ergonomische Griffe genau so aus.

Für Rennradfahrer gibt es keine ähnliche Lösungen, alternativ kann die Neigung des Lenkers, eine der anderen Lösungen oder ein Lenkerband mit Gel verwenden.

Ergonomische Lenker

Die Griffe alleine helfen nicht wenn der Lenker nicht passt:

Falsche LenkerbiegungRichitge Lenkerbiegung

Auch hier entsteht ein Knick der ein Einschlafen der Hände bewirken kann. Anzumerken ist jedoch, dass diese Einstellung nicht bei jedem Rad anzuwenden ist. Rennräder, Mountainbike oder Sportivere Räder sollten tendenziell eher eine andere Lösung verwenden.

Radhandschuhe

Hochwertigere Radhandschuhe besitzen spezielle Polster, teilweise mit Gel um ein möglichst angenehmes Fahren zu ermöglichen. Die Polsterungen sind so angeordnet, dass jene die Schwachstellen des Griffes ausgleichen. Der Handschuh passt zudem besser zur Hand als ein Griff, weil die Handschuhe an die Handgröße angepasst werden.

Weiters bietet der Handschuh einen zusätzlichen Schutz beim Sturz. Schürfwunden und Schnittwunden können so meisten abgewehrt werden.

Sitzposition

Die Sitzpostion ist ein wesentlicher Faktor für Beschwerden im Nacken, Gesäß, Rücken und Handgelenk. Eine sehr aufrechte Position (Rücken zwischen 90° und 70°) entlastet die Handgelenke, Nacken und Rücken, belastet gegengleich das Gesäß. Eine sportlichere Position bewirkt genau das Gegenteil. 

Anzumerken ist, eine höhere Belastung muss nicht automatisch ein Problem hervorrufen. 

Die Sitzposition hängt nicht alleine von der Sattelhöhe ab. Bei einem Rad kann man sowohl Vorbau-höhe und -länge als auch Sattel höhe, Abstand zum Lenker. (Die Sitzhöhe sollte immer nach der Schrittlänge angepasst werden)

Sattel waagrecht

Der Sattel sollte, wenn das Rad auf einer Ebene steht, möglichst waagrecht zum Boden verlaufen. Sollte der Sattel nach vorne geneigt sein, so hat dies zur Folge, dass die Person in die Griffe gedrückt wird. Das kann mitunter auch Handgelenks Beschwerden hervorrufen.

Mehrere Griffpositionen

Während der Fahrt auf eine andere Position um-zugreifen kann auch helfen. Rennradfahrer haben dafür mehr Möglichkeiten als ein Trekking oder MTB-Fahrer. Es gibt allerdings eigens Ergonomische Griffe, die eine zweite Griff-Möglichkeit anbieten. 

Welche Option passt für Sie individuell?

Jeder braucht seine ganz individuelle Lösung oder vielleicht die Kombination von mehreren. Wir bieten Ihnen gerne eine Beratung zur Ihrer Lösung an.

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